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Honig geht auf Reisen

6. September 2007

Unser neuestes Produkt stößt erfreulicherweise auf Interesse. Die ersten Gläser gehen heute auf die Reise. Dabei haben wir nur hier im Blog etwas dazu geschrieben.

Die Hauptarbeit bleibt heute aber leider schon wieder liegen, nämlich endlich den Sonnenblumenhonig zu ernten. Der Grund: Es regnet mal wieder. Also verschieben wir die Aktion auf morgen.

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Dieser Spargelhonig ist bereit, aus der Hauptstadt ins ländliche Niedersachsen verschickt zu werden.

Spargelhonig endlich zu kaufen!

5. September 2007

Nachdem wir von verschiedenen Bloggern gedrängt wurden, ist unser Spargelhonig seit heute auch über unseren Internetshop zu beziehen.

  • So sieht er aus: goldbraun und (zunächst) noch klarflüssig
  • So schmeckt er: Spargelhonig zündet ein wahres Feuerwerk des Geschmacks auf der Zunge.
  1. Eindruck: zunächst erfrischend säuerlich, ähnlich dem Sonnenblumenhonig.
  2. Eindruck: sehr blumig, wie ein guter Frühjahrsblütenhonig
  3. Eindruck: malzig und zwar ungewöhnlich lange.
  • So viel kostet er: 500g kosten 5,50 €, 125g kosten 2,30 €.
  • So geht es zum Shop: Hier klicken und unter „Honig-Raritäten“ finden.

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So schließlich sieht unser neuestes Produkt, der Spargelhonig, verpackt aus.

Und wieder verhindert Regen die Ernte

4. September 2007

Regen und kein Ende. Schon der Rapshonig musste in mehreren Etappen geerntet werden, weil es in die offenen Honigräume regnete. Das Drama setzte sich bei der Linde fort. Den Spargelhonig holten wir gerade noch vor einem Gewitter runter. Heute traf es die Sonnenblume. Nur noch 6 Völker müssten abgeerntet werden. Eigentlich geht das schnell, doch nicht wenn ein Wolkenbruch mit Hagel niedergeht. Nächster Termin ist Donnerstag.

Über Umwege erreicht uns die Anfrage eines hessischen Imkers, ob wir ihm unseren Sonnenblumenhonig verkaufen könnten. In Hessen gab es demnach keinen Sonnenblumenhonig. Ansonsten schwankte die Ernte zwischen 0 kg/Volk und 13 kg/Volk.

Hitzestau unterm Schleier vernichtet Brille

30. August 2007

Schon wegen ihres Alters tragen die meisten Imker wie ich eine Brille. Meine ist randlos mit Linsen aus Kunststoff. Die Sehhilfe lässt leider immer weniger Durchblick zu. Die Umwelt ist verschwommen und beim Umlarven setze ich sie lieber ab. Was kann das sein: Altersweitsicht? Langsame Erblindung?

Die Optikerin schaut sich die Brille an und meint, die Schichten hätten sich voneinander getrennt. Das komme vor, wenn man die Brille auf die Hutablage im Auto lege. Das mache ich aber nicht. Oder mit der Brille in die Sauna gehe. Da war ich mit der Brille nicht. Dann müssen es wohl die Saunatemperaturen unter dem Schleier gewesen sein.

Die neue Brille ist jedenfalls wieder aus Glas.

Hinein ins turbulente 2. Halbjahr!

30. August 2007

2 Wochen Urlaub lassen ganz schön viel Arbeit liegen.

  • Bestellungen müssen abgearbeitet werden.
  • Kunden klingeln an der Haustüre und möchten etwas vom neuen Honig.
  • Eine Entdeckelungswanne und ein Siebkübel sind noch beim Schlosser, um repariert zu werden.
  • Der Spargelhonig muss endlich abgefüllt werden.
  • Die Sonnenblume ist noch auf den Völkern und muss noch diese Woche geerntet werden. Es gibt also ganz viel zu tun.

Zum Glück ist auch unser Mitarbeiter Lars wieder voll einsatzfähig. Immer abends wird jetzt geerntet.  Tagsüber geht schlecht, weil wir sonst gleich eine mords Stecherei und Räuberei am Stand haben.

Endlich daheim!

24. August 2007

Urlaub ist ja ganz nett, doch richtig schön, ist es zuhause. Ein Imker hat das einmal sinngemäß so ausgedrückt: „Was mach ich denn hier auf den Malediven und daheim müsste ich Varroa behandeln.“

Gleich zum Auftakt geht es heute mit dem familiären Anhang auf ein Stadtfest, das in den vergangenen Jahren immer sehr ertragreich war. Kunden treffen, mit Bekannten reden, Honig verkaufen – das hat was. Warum sind wir eigentlich in den Urlaub gefahren?

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Die honiglose Zeit ist vorbei. Der Imker ist wieder da!

Was heißt hier „normal“?

23. August 2007

Was bringt der Imker aus dem Urlaub mit? Honig natürlich, denn da kennt er sich aus! Immer noch klingt mir das Wort der Lebensmittelverkäuferin im Ohr, dass schäumender Honig doch normal sei. Man könnte meinen, dass dem wirklich so ist, denn heute entdecken wir in Nesselwang gleich ein ganzes Regal mit fein perlendem Löwenzahnhonig. Normal oder nicht – es zwingt uns ja keiner diese Ware zu kaufen. So ist es eben in anderen Ländern. In China würden wir ja auch einen Bogen um gebratenen Hund machen.

Fündig werden wir schließlich im Bauernhofladen „Pfad“ in Pfronten: klein, fein und versteckt – mit Honig wie wir ihn uns wünschen.

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Was ist das? Noch Honig oder schon Met?

Harte Konkurrenz unter Imkern

20. August 2007

Im Köpenicker Ortsteil Müggelheim startete ein neuer Markt. Klar, dass da auch der Imkerverein Köpenick mit dabei sein muss. Weil wir als Imkereibetrieb wegen Urlaubs nicht selbst hin konnten, zeigte ein Vereinskollege Flagge und staunte nicht schlecht: 3 weitere Imker, alle aus Brandenburg waren auch da. Von den 20 Ständen waren 4 von Imkern besetzt.

Auf Dauer kann das so nicht funktionieren und für alle profitabel sein. Jetzt kommt es darauf an, wer der längsten Atem hat.

Vom trachtlosen Trachtenmarkt

20. August 2007

Unser Nachwuchsimker möchte unbedingt auf den Trachtenmarkt nach Pfronten. Als wir dann dort sind, fragt er uns zwischen Lederhosenträgern: „Wo sind denn die Trachten? Akazie? Linde? Sonnenblumen?“ Die gibt’s hier nicht, dafür aber an einem Antiquitätenstand sehenswerte gewickelte Kerzen, sogenannte Wachsstöcke.

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Gewickelte, dünne Kerzen, sogenannte Wachsstöcke, waren im 19. Jahrhundert ein beliebtes Geschenk.

Wo Wanderer an Bruno denken

18. August 2007

Es gibt diese Momente, da fühlt man sich unvermittelt und unerwartet von der Weltgeschichte berührt. So ging es mir vor Jahren auf einer Autofahrt durch New Hampshire, als urplötzlich aus des Waldes Duster das Hotel Bretton Woods auftauchte, wo Weltwährungsgeschichte geschrieben wurde.

Oder bei einer anderen Fahrt auf einem Sträßchen im Schwarzwald, wo ein Schild an die Ermordung von Reichsminister Matthias Erzbergers erinnerte.

Heute war wieder so ein Augenblick. Auf einer Wiese im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet bei Reute steht auf einer Wiese ein Schild: Bruno mit Todesdatum 26.06.2006. Hier also wurde der Bienenschädling und Problembär des vergangenen Jahres zur Strecke gebracht! Wirklich? War das nicht woanders? Ein Blick ins Internet zeigt: Der Todesschuss für Bruno fiel in der Nähe der Rotwand, einem der Münchener Hausberge. Von wegen Weltjagdgeschichte!

Nicht jeder Honig überzeugt uns

15. August 2007

Der mitgebrachte Honig von zuhause hat nicht lange gereicht. Das ist die Gelegenheit, sich mit den hiesigen Imkereierzeugnissen vertraut zu machen. Erfreulich: einheimischen Honig gibt’s im normalen Supermarkt und den Lebensmittelabteilungen von SB-Warenhäusern.

Trotzdem dauert es etwas, bis wir einen Honig finden, der uns gefällt. Denn nicht alles, was angeboten wird, überzeugt uns:

  • In einem Frischemarkt in Füssen gibt’s Honig im Neutralglas. Auf dem Glas steht nur Sorte und Gewicht: Kein Imker, keine Losnummer, kein Haltbarkeitsdatum.
  • In Pfronten steht ein DIB-Glas „Löwenzahnhonig“ in einem Honigsee und im Glas blubbern die Luftblasen. Die Verkäuferin meint, das sei doch normal. Das wäre nicht so gut. Woanders ist der Glasboden mit schwarzen Krümeln bedeckt oder mit undefinierbaren Krümeln.

Warum Reisen bildet

15. August 2007

Reisen bildet bekanntlich, weil man Dinge sehen kann, die es daheim nicht gibt. Bei einer Bergwanderung stoßen wir auf drüsiges Springkraut. Die Pflanze ist auch als Balsamine bekannt und eine gute Tracht. Bei Botanikern ist die Pflanzen als Neophyt nicht beliebt, dafür um so mehr bei Bienen und Hummeln.
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Das drüsige Springkraut sieht nicht nur gut aus, sondern wird auch eifrig von Bienen beflogen.

Bienendeko für Bayerns Herrscher

14. August 2007

Ausflug nach München. In der Residenz, dem Stadtschloss der Wittelsbacher, fällt uns ein schöner Bienenkorb aus dem Rokoko an der Decke auf. In den feinen adeligen Kreisen war es damals modern, sich ins Landleben hineinzuträumen und zwar mit parfümierten Schäfchen – vielleicht ja auch mit Bienen ohne Stacheln.

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So ein Bienenkorb schmückt jedes Heim.

Der 1. Eindruck: Nicht viel los für Bienen

12. August 2007

Auf der Fahrt fallen uns wieder die winzig kleinen Felder auf. Die Landwirtschaft ist hier eben ganz anders strukturiert als bei uns in Brandenburg. Es gibt auch Sonnenblumenfelder. Die sind so etwa 25 x 5 Meter breit und bieten „Blumen zum Selbstpflücken“. Ansonsten ist hier alles grün. Kurzgeschorene Wiesen dominieren die Landschaft. Das ist kein üppiges Angebot für Bienen.

Endlich Urlaub!

12. August 2007

Der Imker macht mit seiner Familie Urlaub. 10 Tage keine Bienen, keine Stiche und kein Honig. Aus der Erfahrung wissen wir allerdings, dass trotz aller Vorsätze, einmal nicht an die Arbeit zu denken, uns immer wieder Imkerliches begegnet. Nur dass es in diesen Fällen nicht unsere Tiere sind und es ist nicht unsere Ware ist. Ziel der Reise ist das bayerische Allgäu.

Zurück bleibt nur eine Stallwache, die nach dem Rechten schaut.