28. Februar 2008
Im Februar kauft eigentlich niemand Wachsplatten (Mittelwände) für Kerzen. Nun war ein Kunde da, der genau dies wollte. Zuhause zündet er gerne dicke, hohe Alterkerzen an. Weil die ihm aber ständig auslaufen, umwickelt er sie vor dem ersten Anzünden mit einer Mittelwand. „Das Bienenwachs wirkt wie ein Mantel und das geschmolzene Wachs kann nicht mehr auslaufen“, erklärt er. Ganz schön schlau, oder?
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26. Februar 2008
Es gibt wohl so eine Art Erfahrungsaustausch unter Kindergärtnerinnen. Heute meldet sich eine Erzieherin von einer Kita, die wir noch nie zu Besuch hatten und macht gleich einen Termin im Mai klar. 17 Kinder informieren sich dann wieder über Honig und Bienen. Das wünschen wir uns:
- Die Kinder sollten schon mal im Kindergarten etwas über Bienen gehört haben. Der Besuch beim Imker ist idealerweise der Abschluss einer Unterrichtseinheit.
- Alle Kinder sollen eine Mütze tragen, damit sich keine Bienen in den Haaren verfangen.
- Jedes Kind bringt ein gewaschenes und innen abgetrocknetes (ganz wichtig!) Glas mit Schraubdeckel (TO) mit.
Wir holen dann 2 Honigwaben aus einem Kasten und schleudern diese in unserer kleinen Schleuder aus. Dann darf jedes Kind etwas Honig mit nach Hause nehmen.
Und die Kosten? Das ist ganz umsonst! Wir freuen uns aber, wenn die Kinder ein Lied für uns singen.
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25. Februar 2008
Den imkerlichen Basteltrieb haben wir an dieser Stelle schon mehrfach behandelt. Heute klingelten 2 Imker aus Karolinenhof (Ortsteil von Köpenick in Richtung Schmöckwitz). Sie hatten vor fast 2 Jahren meinen Schaukasten gesehen und wollten ihn nun nachbauen. Ob sie ihn mal vermessen dürften. Schon während des Vermessens fallen ihnen lauter Verbesserungen ein: Isolierglas statt Fensterglas, Wärmedämmung aus Styrodur statt einer Weichfaserplatte und überhaupt ein ganz anderes Format …
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22. Februar 2008
Die Zertifizierungsstelle schickt uns eine Rechnung mit einer Abschlagszahlung für die nächste Kontrolle. Das erinnert uns daran, dass wir dringend noch „Ohrmarken“ anbringen müssen. Die EU-Öko-Verordnung schreibt das Tierhaltern ausdrücklich vor. Nur wo sind bei den Bienen die Ohren?
Bei den Bienen wird das ganze Volk wie ein Tier betrachtet. Imker sagen dazu: der Bien. Um nachzuverfolgen, welche Bienenvölker wann wohin gewandert sind, müssen die Völker mit einer Nummer versehen werden. Also werden heute mit Zahlenschablonen die Nummern angebracht.

Vorschrift ist Vorschrift. Jedes Volk bekommt eine Nummer und ist damit identifizierbar.
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20. Februar 2008
Die Zertifizierungsstelle schreibt, dass ab 1.1.2009 Bioprodukte mit einem europaweit einheitlichen Biosiegel gekennzeichnet werden. Das ist aber noch nicht veröffentlicht. Ob es Fristen für den Aufbrauch von Etiketten eingeräumt werden, ist auch noch nicht geklärt.
Das heißt konkret, dass wir dieses Jahr nur eine kleine Zahl von neuen Etiketten drucken lassen oder – noch besser – den Druck ganz verschieben, bis das neue Siegel veröffentlicht ist.
Die dauernden Änderungen bei Siegeln sind die Hauptursache, warum ständig neue Etikette gedruckt werden müssen. Das war schon beim DIB-Glas so. Da durfte nicht mehr „CMA-Qualität aus deutschen Landen draufstehen“ und so ist es jetzt wieder. Immer steckt Brüssel dahinter.
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19. Februar 2008
Einst gehörte der Tabakanbau zu einer Imkerei einfach dazu. So war es noch bei meinem Großvater. Denn in den Bienenhäusern musste schon mit angenehm duftenden Material geräuchert werden, damit der Imker in dem engen Gang hinter den Bienenkästchen keine Hustenanfälle bekommt. Außerdem hat das Nikotin die stechlustigen schwarzen Bienen zusätzlich beruhigt.
Nicht an den Nutzen des Tabaks in der Imkerei sondern an die Tabakanbautradition in der Uckermark erinnert seit heute eine Ausstellung im Freilichtmuseum Altranft in Bad Freienwalde. Altranft ist sehenswert. Es ist aber viel, viel kleiner als das Freilichtmuseum Glentleiten bei Murnau.

Tabakdurft liegt im Freilichtmuseum Altranft in der Luft. Für die Gäste bei der Eröffnung wurden Zigarren von Hand gerollt.
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15. Februar 2008
Heute haben wir den letzten Spargelhonig abgefüllt. Unser Lager leert sich. Selbst vom Lindenhonig sind nur noch Reste übrig. Nur Heidehonig und Akazienhonig ist noch da. Es wird Zeit für die nächste Saison!
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12. Februar 2008
Obwohl selbst nicht betroffen, interessiert mich der Berliner Wachsskandal um mit Paraffin gestreckte Mittelwände doch. Schließlich droht das Zeug in den allgemeinen Wachskreislauf zu kommen.
Eine Betroffene liest mir das Schreiben der Staatsanwaltschaft vor. Darin steht, dass der Beschuldigten keine Bereicherungsabsicht nachgewiesen werden konnte. Das heißt, dass sie womöglich unwissentlich ihre Kunden betrogen hat.
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9. Februar 2008
Bei traumhaftem Vorfrühlingswetter starten die Bienen heute ihren Reinigungsflug. Schon gestern war etwas Flugbetrieb, doch heute braust es aus allen Fluglöchern. Wie es aussieht, sind sie bis jetzt gut durch den Winter gekommen.

Wenn Bienen „Gassi“ gehen, spricht der Imker vom Reinigungsflug. Die kleinen Tierchen haben es dann ganz eilig.
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7. Februar 2008
Für die Neugestaltung des Etiketts brauchte unser Grafiker eine Datei mit den Daten für das Bioland-Logo und die entsprechenden Gestaltungsrichtlinien. Heute kam – 1 1/2 Wochen nach der Bestellung – endlich die CD für die Richtlinien. Der Grafiker meint, er sei schon so gut wie fertig. Wenn allerdings Bioland vorschreibt, dass das Logo groß und präsent auf dem Etikett sein soll, muss er sich eine neue Lösung überlegen. Ich hätte es nämlich lieber etwas klein.
Zu sehen habe ich es noch nicht bekommen. Wenn es dann soweit ist, ist es wie Weihnachten in der Kinderzeit: ein großes Staunen.
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6. Februar 2008
Seit 2 Tagen schieben die Krokusse ihre farbigen Blütenkelche aus dem Boden. Wir haben vor Jahren rund 600 Zwiebeln rund um den Bienenstand gesteckt, damit es die Bienen in den wenigen warmen Frühjahrsstunden nicht so weit zur Pollenquelle haben. Nach einem kurzen Ausflug am 13. Januar ist inzwischen wieder Ruhe am Bienenstand eingekehrt. So verblühen die Krokusse womöglich ohne Bienenbesuch. Wie bitter!

Die Krokusse künden vom nahen Frühjahr und dem Beginn der Saison.
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27. Januar 2008
Das aktuelle Bienenjournal bringt einen Beitrag über die Domäne Dahlem. Da das von Köpenick schnell zu erreichen ist, beschließen wir Dahlem spontan zum Ziel eines Sonntagsausflugs zu machen. Besonders interessant sind Videofilme über das Leben der Varroamilbe in unseren Bienenvölkern. Vermehrung, Fortbewegung und Ernährung. All das bekommt man ja als normaler Imker nicht zu sehen.

Spannend und etwas gruselig sind die Varroafilme, die in der Domäne Dahlem zu sehen sind.

Im Hofladen der Domäne gibt es eine schöne Auswahl an Honigen zu moderaten Preisen.
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26. Januar 2008
Der heftige Frühjahrssturm geht auch an unserer Imkerei nicht spurlos vorbei. Er wirft einige Zargen mit reparaturbedürftigen Leerrähmchen um, die vor der Holzwerkstatt stehen. Die fest damit verzurrten Begattungskästchen liegen daneben. Die Blechdeckel an den Holzbeuten bleiben hingegen wo sie sind. Ihnen kann der Sturm nichts anhaben.

Bei der Dokumenta in Kassel wäre das Kunst. Hier ist es nur etwas zum Aufräumen.
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24. Januar 2008
In diesen Tagen bekommen wir wieder Anfragen, ob unser Betrieb besichtigt werden kann. Er kann. Heute meldete sich verbindlich eine 100 Imker umfassende Besuchergruppe aus Vorarlberg an. Sie besuchen Berlin und Potsdam und dann schauen sie auch noch bei einem Imker sich um.
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19. Januar 2008
Ab 80 kg bietet ein hiesiges Wachswerk an, eigenes Wachs zu reinigen und in Mittelwände zu walzen. Ab nächstem Jahr werden wir dieses Service in Anspruch nehmen. Mit meinen Mittelwandformen kann ich 40 Mittelwände in der Stunde gießen. Macht bei 400 MW 10 Stunden blöde Arbeit. Das Umarbeiten kosten rund 2,50 € pro Kilo. Jedes Kilo liefert 13 Mittelwände. Selbst bei dem in der Landwirtschaft niedrig mit 15 € berechneten Lohnansatz rentiert sich das Selbstgießen überhaupt nicht.
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