Werbebanner zum Buch: Marc-Wilhelm Kohfink, Bienen halten in der Stadt

Bienen auf dem Dach

23. September 2008

Vor einigen Monaten hatten wir von dem angeblichen Trend geschrieben, dass sich junge Großstädter Bienen auf dem Dach halten. Als Beispiel wurde in einem Beitrag des Spiegels ein Imker aus Hamburg vorgestellt.

In Berlin ist uns ein solcher Imker aktuell bisher nicht bekannt. Das heißt indes nicht, dass Bienen nur zu ebener Erde gehalten werden können. Das wäre ganz falsch gedacht, denn in freier Natur leben die Insekten in luftiger Höhe in hohlen Bäumen. Ein verstorbenes Mitglied meines Imkervereins hielt in den 70er Jahren Bienen auf dem Balkon einer Altbauwohnung in Prenzlauer Berg.

Schon seit vielen Jahren gibt es New Yorker Imker, die Bienen auf dem Dach halten. Ich las darüber schon mal vor ca. 25 Jahren einen faszinierenden Bericht in der Fernsehzeitung rtv. Eine Leserin dieses Blogs hat mir zum Thema folgende Nachricht geschickt: 

„Ich mache zur Zeit ein Praktikum bei GOOD Magazine in der Video Abteilung in New York. (www.good.is/sections/video/videos.php) Ich bin bei meinen Recherchen auf ihren Blog gestossen und er hat mir sehr gut gefallen. Ich dachte Sie wuerden sich fuer unser Video „Rooftop Bees“ interessieren. Es handelt von urbaner Imkerei und der Gefahr, die von dem Rueckgang des weltweiten Bienenbestandes ausgeht. Ich hoffe, es gefällt Ihnen. Hier der Link dazu: http://www.good.is/?p=11812. P.S.“

Reparieren oder neu kaufen?

22. September 2008

Die Leasing-Gesellschaft meldet sich und stellt es mir frei, das Auto reparieren und den Leasingvertrag weiter laufen zu lassen oder den Vertrag zu beenden. Dann brauchen wir aber ein neues Imkerauto. Die Entscheidung ist gar nicht so einfach, weil sie auf jeden Fall Geld kostet.

So funktioniert eine Honigmassage

20. September 2008

Vielen Imkern ist ja das Zusammensein mit ihren Insekten Wellness genug. So ging’s mir bis heute auch. Nun habe ich aber gelernt, wie eine russisch-tibetische Honigmassage abläuft.

1. Schritt: Der Rücken wird mit Franzbranntwein eingerieben.

2. Schritt: 1 Teelöffel Wald- oder Akazienhonig in Bioqualität wird auf dem Rücken verstrichen.

3. Schritt: Der Masseur arbeitet mit rollenden Bewegungen der Handinnenfläche den Honig in die Haut ein, in der sogen. „Zupftechnik“. Nach 20 Minuten hat der Honig eine knetmasseartige Konsistenz.

4. Schritt: Die Reste werden abgewischt.

Und wozu das alles? Die Honigmassage dient der Entschlackung des Körpers und hilft besonders bei Krankheiten der Atemwege und der Bauchhöhle. Die Masseurin beteuerte, dass Sie an der Menge des „Kaugummis“ sehen kann, wie gut das Allgemeinbefinden des Kunden ist.

Und noch ein Bildband

18. September 2008

Zur Kampagne „Be Berlin“ gibt’s demnächst einen Bildband mit 100 Geschichten von Berlinern, die sich für ihre Stadt als Botschafter engagieren. Die Jury hat mich als Imker ausgewählt. Für das Buch fertigt ein Profifotograf Bilder an. 300 Seiten wird das Buch haben und 19,90 Euro kosten. Zur Belohnung gibt’s ein Exemplar mit persönlicher Widmung vom Chef der Kampagne, Klaus Wowereit.

Danke Wowi!

17. September 2008

Heute nehmen wir endlich die Gelegenheit wahr, den Gutschein für unser Engagement als Berlin-Botschafter einzulösen. Den hatten wir zusammen mit einer Medaille von unserem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit geschenkt bekommen. Das Abendessen für 2 Personen genossen wir im Friedrichskeller in Friedrichshagen. Das ist ein Ableger unseres hiesigen Gourmettempels „Weiße Villa“. War lecker!

Kangoo ist noch zu retten

15. September 2008

Die Versicherung des Unfallverursachers schickt mich mit dem Unfallauto zum Dekra-Gutachter. Der meint: reparabel aber aufwändig, weil 2 neue Türen und ein neues Bodenblech eingebaut werden müssen. Außerdem ist auch unter dem Auto, wo die Anhängerkupplung angeschraubt ist, einiges verschoben.

Reparieren oder nicht? Das entscheidet in diesem Fall die Leasinggesellschaft.

Volvo SUV faltet unser Imkerauto zusammen

14. September 2008

Unser kleines Imkerei-Auto, ein Renault Kangoo, ist seit heute Nachmittag noch ein Stückchen kürzer. Am U-Bahnhof Vinatastraße knallte ein großer Volvo SUV von hinten in unser Firmenfahrzeug. Der Fahrer hatte übersehen, dass ich vor einer roten Ampel wartete. Weil der SUV so hoch ist, kamen die Stoßstangen gar nicht in Berührung, sondern der Volvo drückte meine Hintertüre ein. Umgekehrt riss ihm die Anhängerkupplung des Renaults ein großes Loch in den Kühler. Die Polizei legte den Volvo gleich am Unfallort still. Ich selbst kam unbeschadet aus dem Unfall heraus und darf erstmal weiterfahren.

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Erst 2 Jahre und 5 Monate alt und schon Falten!

Jetzt dringt die Kunde von unserem Honig bis nach Japan!

14. September 2008

Heute besuchte uns ein japanisches Redaktionsteam der Firma Piebooks. Die junge Redakteurin Yoko Yamada (rechts) schreibt ein Buch über seltene Berufe in Deutschland: Klöppler, Glasbläser, Kuckucksuhrenschnitzer und eben Imker.

Weil die Saison ja eigentlich abgeschlossen ist, trickse ich ein bisschen. Oben kippe ich in die Schleuder einen halben Eimer Honig. Hui wie läuft der unten wieder raus. Das gibt schöne Fotos!

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Auf der Suche nach seltenen Berufen in Deutschland: Japanische Journalistinnen in unserer Imkerei.

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Eine Kinderschaukel reicht, um unseren Heidehonig gut ins Bild zu setzen.

Honigverkauf im Knoblauchdunst

13. September 2008

Es gibt Einzelhändler, die schwören auf Geruchsmarketing. In der Backwarenabteilung stiften z. B. Spender den Duft von frisch gebackenem Brot und verlocken die Kunden zuzugreifen. Honig könnte Geruchsmarketing auch brauchen, denn geschlossene Gläser riechen nach nichts.
Die kommenden 2 Tage sind wir nun Teil eines unfreiwilligen Geruchsexperiments. Können wir auch im Knoblauchdunst Kunden für unseren Honig aus Berlin und Brandenburg begeistern? Auf dem Stadtteilfest dieses Wochenende brutzelt am Stand uns gegenüber ein Koch seine Knoblauchbrote. Wir sind gespannt!

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Mmmh, das schmeckt! Und wie das erst duftet!

Honig macht Sie so schön wie Cleopatra

10. September 2008

Die für ihre Schönheit bekannte Cleopatra pflegte ihre kaiserliche Haut mit Honig. Das war bereits von über 2.000 Jahren. Heute ist Honigkosmetik und -wellness nicht mehr nur gekrönten Häuptern vorbehalten.

Jede Großstädterin kann jetzt ihre gestresste Haut reinigen und entgiften lassen und zwar bei Wellness am Wäldchen in Berlin-Köpenick.

Wenn Sie unseren Honig einmal von einer ganz anderen Seite kennen lernen möchten, besuchen Sie am 20.09. zwischen 11 und 19 Uhr den Tag der offenen Tür bei Wellness am Wäldchen.

Berliner Bienen für Syrien

6. September 2008

Der Ruf unserer legendär friedlichen und fleißigen Berliner Bienen spricht sich bis zu den Landwirtschaftsberatern in Syrien herum. Von dort erreichte uns in den letzten Tagen eine Anfrage, ob wir 2 unserer Wirtschaftsköniginnen in dieses arabische Land liefern könnten.

Ich hätte gedacht, dass so ein Bienenexport mit viel bürokratischem Aufwand verbunden ist. Das ist es aber nicht, denn den Zoll interessiert nur, ob die Bienen frei von Faulbrut sind und nicht unter Artenschutz stehen.

Kunst trifft Honig

29. August 2008

Der Katzengraben ist eine ganz kleine Straße ganz hinten in der Altstadt von Köpenick. Auf der einen Seite ist die Feuerwache, auf der anderen ein bayerisches Lokal. Dazwischen findet einmal jährlich das Katzengrabenfest statt.  Das besuchen wir schon seit Jahren mit unserem Honigstand. Die Anwohner geben sich als Veranstalter jedes Jahr große Mühe, ein anspruchsvolles künstlerisches Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Weil die Atmosphäre so besonders ist, sind wir immer sehr gerne mit dabei.

Außerdem besuchen uns sehr viele Bekannte und Kunden. Das hat etwas von einem Familienfest der Honig- und Kunstfreunde.

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Kunst trifft Honig auf dem Katzengrabenfest in Köpenick 

2008 war kein gutes Honigjahr

27. August 2008

Berlins und Brandenburgs Imker machen lange Gesichter. Wohin ich höre und wenn ich in meine eigenen Aufzeichnungen schaue: Dieses Jahr war nichts!

  • Zur Frühtracht und zum Raps waren die Völker noch zu schwach.
  • Akazie war gut. Sie war nicht erfroren und blühte lang.
  • Auch Linde war (wie immer) gut.
  • Spargel war ganz schlecht. Er brachte nur die Häfte des Ertrags vom vergangenen Jahr.
  • Sonnenblume ist fast nicht existent und das unabhängig vom verwandten Saatgut.
  • Der Buchweizen brachte im Durchschnitt 7 kg pro Volk. Für 10 Wochen Blühdauer ist das katastrophal.
  • Die Heide ist noch gar nicht aufgeblüht und wir haben schon Ende August.

Dafür klappte zumindest die Vermehrung gut. Die Völker und Ableger sind ungewöhnlich stark. Die Begattungsergebnisse überzeugen dieses Jahr auch. Etwa 70 bis 80 % der geschlüpften Königinnen sind in Eiablage gegangen. Wir hatten auch schon Jahre mit nur 50 %.

Jungimkeralarm: die Bienen fliegen wie irr!

26. August 2008

Unser neuer Jungimker ruft ganz aufgeregt an. Die Bienen flögen wie irr und vor den Fluglöchern lägen lauter tote Bienen. Das hört sich gar nicht gut an. Es klingt nach schlimmer Räuberei. Ich verspreche, sofort vorbeizukommen. Tatsächlich, am Bienenstand ist ordentlich Betrieb, aber es gibt nicht die für die Räuberei typischen Ringkämpfe. Wir bestäuben die am heftigsten fliegenden Bienen mit Mehl (so schindet man Eindruck bei Neulingen!). Doch die eingemehlten Bienen tauchen nicht vor anderen Fluglöchern auf.

Nun spulen wir das ganze Prüfprogramm ab: Ein Blick unter den Deckel zeigt ganz ruhige Bienen in den Wabengassen und auf der Windel sind keine Spuren von zerschroteten Honigwaben zu sehen. Also, alles im grünen Bereich.
Wir beruhigen unseren Jungimker damit, dass es einfach nur seine Fütterung und das warme Wetter ist, das die Bienen so munter gemacht hat.

Wir sind wieder daheim!

24. August 2008

Wir sind gerade 1 Tag zurück da steht schon der 1. Kunde vor der Tür unserer Imkerei. Es ist der Jungimker, der unbedingt jetzt noch im Herbst Bienenvölker haben möchte. Wir verkaufen ihm 2 starke Ableger mit 9 Brutwaben und geben ihm viele Tipps mit auf den Weg also zur Einfütterung und der Behandlung mit Ameisensäure.