Werbebanner zum Buch: Marc-Wilhelm Kohfink, Bienen halten in der Stadt

Künstler bauen Leinwände auf

23. Januar 2009

Bastelstunde im Bienengarten II. Der Künstler Klaus Weber hat sich heute Verstärkung mitgebracht. Zusammen mit einem Kollegen schraubt und sägt er, um 10 Leinwände in verschiedenen Größen aufstellen zu können. Die Leinwände sind mit einem weißen Acryllack gestrichen.

Der Künstler hat recherchiert und erfahren, dass Bienen besonders gerne über weißen Flächen ihre Kleckser hinterlassen. Das hat er von Prof. Bienefeld erfahren. Da lernt selbst der Imker noch etwas!

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Künster am Werk. In unserer Imkerei ist es auch im Winter nicht langweilig.

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Eine Leinwand zwischen Bienenkästen. Obwohl noch keine Biene gekleckst hat, sieht das schon sehr künstlerisch aus.

Warum Menschen Bienen brauchen

23. Januar 2009

Viel mehr als Honig. Warum Menschen Bienen brauchen. Unter diesem Titel fand heute Mittag eine Podiumsdiskussion auf der Grünen Woche statt. Es diskutierten Prof. Kaspar Bienefeld vom Bieneninstitut in Hohen Neuendorf, Jürgen Hans (Landesvorsitzender Berlin) und Ulrike Höfken (Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses des Bundestages). Ich sprach auf dem Podium für die erwerbsorientierten Imker.

Frau Höfken fiel durch profunde Kenntnis der besonderen Bedürfnisse und Sorgen der Imker auf. Sie warnte eindringlich vor den Gefahren durch Saatgutbeize und GVO-Mais. Prof. Bienefeld rückte irrige Auffassungen zurecht, dass die Bieneninstitute überwiegend von der Chemie-Industrie finanziert seien. Sein Institut erhalte weniger als 5 % seiner Mittel aus dieser Quelle. Jürgen Hans warb für Großstädte als ideale Orte, um Bienen zu halten.

Anschließend gab’s noch ein gemeinsames Mittagessen, an dem auch Manfred Hederer, der Präsident des Erwerbsimkerbundes teilnahm.

Weshalb junge Leute Imker werden

21. Januar 2009

Dass junge Menschen den Berufswunsch äußern, Imker zu werden, kommt selten vor. Nur rund 15 neue Imkermeister gibt es pro Jahr. Heute lerne ich Paul, den neuen Imker-Stift der FU Berlin kennen. Der junge Mann hat bereits eine Lehre als Einzelhandelkaufmann hinter sich, was eine sehr gute Grundlage ist. Imker sollten vom Kaufmännischen nämlich nicht nur eine Ahnung haben. Er erzählt, dass er zu den Bienen über sein Interesse an wirbellosen Tieren kam. Spinnen habe er immer schon faszinierend gefunden. Das ist einmal ein ganz neuer Grund, Imker zu werden!

Dann lerne ich noch einen Käser aus Füssen kennen, der etwas verloren hinter seinem Stand in der Bio-Halle steht. Da nähert sich ihm die ehem. Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast und er bittet mich, doch mal rasch ein Foto für sein Album aufzunehmen.
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Auch in weiß, aber kein Imker: Alois Hofer – der Käser, der Käse ein Gesicht gibt (Eigenwerbung) mit grüner Prominenz.

Was wir auf der Grünen Woche erlebten

18. Januar 2009

Die neue Landwirtschaftsministerin möchte aus der Grünen Woche das „Davos der Landwirtschaft“ machen. Berliner nahmen die Grüne Woche schon immmer ganz, ganz wichtig, also noch bevor sie Fr. Aigner so hoch gehängt hat. Daher sind auch wir auf der Grünen Woche! Nicht als Aussteller aber als Fachbesucher.

Es gibt viel zu entdecken und viele Begnungen. Hier ist unsere Kurzwertung:

  • Das innovativste Imkereiprodukt: Milchschokolade mit Propolis am lettischen Stand.
  • Der größte Irrtum: Honigverpackung aus Armenien mit Wespenfoto (Grafikdesigner sind eben keine Entomologen).
  • Die schönste Honigverpackung: Sie kommt aus Polen und enthält alle Angaben auf einem Packpapierüberzug über dem Deckel.
  • Der gewöhnungsbedürftigste Honig: Rosenhonig aus Bulgarien. Da Rosen bekanntlich keine Bienenweide sind (wohl aber Rosengewächse) wurde Akazienhonig mit Rosenöl gemischt und rosa gefärbt. Schmeckt wie Parfüm.
  • Die schlimmste Honigpanscherei: steht ausgerechnet an dem Stand, der für das deutsche Bio-Siegel wirbt. Das Produkt nennt sich Bio-Ingwer mit Honig. Drin ist Agavendicksaft, Glucose und eine „Gewürzzubereitung Ingwer“ sowie 30 % Honig.
  • Die nervigste Begegnung: Ein Imker, der behauptet, Kondensstreifen hinter Flugzeuge seien gar keine Miniwolken. Sie seinen vielmehr geheime Aktionen des US-Militärs, um das Wetter zu ändern und die wahre Ursache, warum so viele Bienenvölker eingingen.
  • Die charmanteste Begegnung: Eine Rapshonigkönigin in der Halle von Mecklenburg-Vorpommern, die sagt, sie liebe jeden Honig und sich von mir beraten lässt.
  • Die schönste Begegnung findet mit meinen Bienen am Stand des Berliner Imkerverbandes statt. Sie machen einen ganz munteren Eindruck und fliegen ganz aufgeregt hin und her als sie uns sehen. Wie goldig!

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Naturwunder oder einfach nur Irrtum? Armenische Wespen werben für Honig.

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Attraktiv verpackter Honig aus Polen. Die Botschaft ist eindeutig: Hier ist Natur drin!

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Neben Rindern, Schweinen und Schafen gibt es auch Bienen – unsere Bienen! – auf der Grünen Woche zu sehen.

Grüner Punkt zieht sich wie Kaugummi

16. Januar 2009

In einem 2. Anlauf haben wir nun alle 9 Anbieter für ein Verpackungsrücknahmesystem angeschrieben, sie möchten doch bitte ein Angebot abgeben, was sie unserer Imkerei für die Rücknahme von Gläsern und Deckeln berechnen möchten.

In den Kontaktformularen haben sie pauschal versprochen, sich unverzüglich mit uns in Verbindung zu setzen. Davon ist aber wenig zu merken. Tatsächlich zieht es sich. Bisher geantwortet haben nur Eko-Punkt und Bellandvison. Einer alten kaufmännischen Regel folgend, sollte man aber stets 3 Angebote einholen. Wir warten …

Auf zur Grünen Woche – die Bienen sind schon da

15. Januar 2009

Dieses Jahr sind unsere Bienen schon vor uns auf der Grünen Woche! Heute hat Jürgen Hans, der Landesvorsitzende des Berliner Imkerverbands, eines der Bienenvölker aus unserer Imkerei mit zur Grünen Woche genommen. Dort betreibt der Landesverband einen Informationsstand. Die Bienen können dort in einer Art Voliere herumfliegen und sollen Werbung für die Bienenhaltung in der Hauptstadt machen.

Es wurden 2 Waben entnommen. Dabei bemerkten wir, dass die Bienen schon wieder am Brüten sind. Auf 3 Waben ist schon eine etwa handtellergroße Brutfläche vorhanden. Für die Besucher der Grünen Woche heißt das, dass sie Bienen in allen Alterstadien sehen können.

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Einige unserer Bienen sind als winzige Botschafter für die Imkerei in Berlin fertig für den Transport zur Internationalen Grünen Woche.

Hygienekontrolle kündigt sich an

14. Januar 2009

Meine Amtstierärztin sendet mir die besten Wünsche für ein erfolgreiches Bienenjahr. Dann schließt sich folgende Frage an: „Ich bitte Sie, mir möglichst bald mitzuteilen, ob Sie Honig aus Ihrer Produktion verkaufen oder lediglich selbst verzehren oder im Bekanntenkreis verschenken.“

Entweder sie beabsichtigt Honig selbst zu kaufen oder sie lotet aus, ob sich eine spontane Hygienekontrolle bei uns lohnt.

Abgesehen davon, dass der Hygienestandard auch Teil der Bio-Zertifizierung ist, arbeiten wir hier nach dem HACCP-Konzept. Das heißt, wir schauen schon im Vorfeld, wo hygienische Schwachpunkte sein könnten, die dann beseitigt werden. So haben z. B. alle Leuchten eine Abdeckung aus durchsichtigem Kunststoff (Feuchtraumlampen), denn es könnte ja sein, dass jemand mit einer Stange die nackte Neonröhre zertrümmert und dann Splitter in den Honig fallen. So ein Vorfall soll durch HACCP vermieden werden.

Fotograf sucht Bienenhäuser

12. Januar 2009

Und noch ein Künstler, dieses Mal ist es ein Fotograf. Er möchte sich an einen Wettbewerb zum Thema „Heimat“ beteiligen. Da dachte er sich: Bienen haben eine Heimat, nämlich das Bienenhaus. Das ist schön bunt, hat einen kleinen Eingang und ist gerade jetzt im Winter kuschelig und gemütlich. „Home sweet home“ also einmal ganz wörtlich verstanden!

Ich versorge ihn mit einer ganzen Reihe Telefonnummern von Imkern, die noch ein Bienenhaus haben.

Neues vom PR-Desaster des DIB

10. Januar 2009

Seit Silvester weiß das intelligente Deutschland, wie „niederträchtiger Lobbyismus“ aussieht: 13 Seiten lang und als „Begrüßungsschreiben“ getarnt. Da veröffentlichte die FAZ einen Kommentar über den Kurswechsel beim DIB unter dem neuen Präsidenten Peter Maske.

Heute nun lesen wir mit Interesse den Leserbrief des Imkerkollegen Cord Henry Lankenau aus Verden (Beisitzer im DIB-Vorstand), der klarstellt, „dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen Imkerschaft für diesen peinlichen und bedauernswerten Vorfall nicht verantwortlich ist.“ Wenn er sich da mal nicht täuscht! Schließlich haben die von der Imkerschaft gewählten Vertreter, nämlich die Delegierten der Landesverbände, einen Abwahlantrag gegen den Präsidenten abgeschmettert. Das heißt ja wohl nichts anderes, als dass die Mehrheit der Deutschen Imkerschaft hinter dem neuen Kurs steht.

So sparsam sind Imker

9. Januar 2009

Der Imkerverband Berlin lud heute seine Ortsvereinsvorsitzenden zum Neujahrsempfang ein. Andere Verbände protzen bei solchen Gelegenheiten. Nicht so die hiesigen Imker. Man traf sich in der Druckerei eines Vorstandsmitglieds, denn der hat die größten Tische. Seine Sekretärin hat für alle Kartoffelsuppe gekocht und dann wird alles durchgesprochen, was anliegt: Grüne Woche, das katastrophale Erscheinungsbild des Imkerbundes, die Verpackungsverordnung, Einführungskurse für Jungimker und Kontrollbesuche bei den ganz sparsamen Kollegen, die immer „Null Völker“ bei den Völkermeldungen abgeben (danach bemisst sich der Beitrag) und trotzdem Honig haben.

Zum Schluss fragt noch jemand, wie viel jetzt jeder für den Teller Suppe zahlen soll. Der ging aber auf’s Haus.

Spritzige Kunst

8. Januar 2009

Heute besucht uns der Künstler Klaus Weber und erklärt, wie er sich das mit den vom Reinigungsflug vollgespritzten Leinwänden vorstellt. Ihn fasziniert die Verbindung von Natur und Kunst. Wir fahren an den Bienenstand und schauen uns an, wo er am besten seine Leinwände aufstellen kann.

An einem untergestellten Zargenstapel findete ich auch eine kleine „Arbeitsprobe“ meiner Bienen vom vergangenen Frühjahr, die sein Interesse weckt.

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Kunstformen der Natur nicht von Haeckel sondern von Kohfinks Bienen.

Gebühren für den Grünen Punkt

7. Januar 2009

Landwirtschaftliche Direktvermarkter müssen seit dem 1. Januar Lizenzgebühren für ein Recyclingsystem (z. B. den Grünen Punkt) bezahlen. In den letzten Wochen habe ich mehrere Anbieter von Dualen Systemen angefragt. Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass die neue Verpflichtung sich noch nicht richtig herzumgesprochen hat – oder schärfer formuliert: Unsere Imkerei mal wieder die einzige zu sein scheint, die gesetzliche Verpflichtungen ernst nimmt.

Der Anbieter EKO-Punkt hat sich am 22. 12. sofort gemeldet und innerhalb von 2 Stunden ein fertiges Angebot abgeliefert. Bellandvision hat sich erst heute gemeldet und gefragt, ob ich überhaupt noch interessiert sei. Der Grüne Punkt schweigt (Die haben es wohl nicht nötig).

Wer hat noch schleuderfähige Waben?

6. Januar 2009

Eine Filmproduktion ruft an. Sie braucht schleuderreife Waben. Die sollen in einer Fernsehproduktion als Requisite verwendet werden. Ich habe noch eine als Anschauungsstück. Sie ist besonders schön, weil sie als Jungfernbau von den Bienen ohne Vorgabe einer Mittelwand selbst gebaut wurde.

Da dies jetzt schon die 2. Anfrage dieser Art innerhalb weniger Monate ist, sollten wir uns wohl für Foto- und Filmaufnahmen einen kleinen Vorrat an Bilderbuchwaben zulegen.

Neues Imkerauto gesucht

4. Januar 2009

Noch liegt Berlin im Schnee, doch wenn Ende April die Saison losgeht, brauchen wir ein neues Imkerauto. Nach dem Totalschaden unseres Kangoos gehen nun die Überlegungen in 2 Richtungen:

1. Entweder wir kaufen uns noch mal einen Kangoo oder einen vergleichbaren Lieferwagen oder

2. wir kaufen ein kleines geländegängiges Fahrzeug.

Heute hatte ich die Gelegenheit, mit dem Lada Niva eines befreundeten Unternehmers zu fahren. Wenn man die Rückbank ausbaut, bekommt man eine größere Ladefläche. Das reicht für’s Ausfahren von Honig, doch schon bei der Nachschau am Wanderstand ist er etwas klein. Da ist noch ein Anhänger nötig. Dafür bliebe ich aber nie mehr stecken wie mit dem Kangoo. Das will gut überlegt sein.

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Nicht gerade eine Schönheit, aber ziemlich zweckmäßig ist dieser Kandidat für unser neues Imkerauto.

Buchweizenhonig gesünder als Hustensaft

30. Dezember 2008

Die renommierte englische Tageszeitung Times weist auf eine US-Studie hin, nach der Buchweizenhonig bei Kindern besser gegen Erkältung hilft als freiverkäufliche Hustensäfte:

„Natural honey is a more effective remedy for children’s coughs than over-the-counter medicines, researchers say. A dose of buckwheat honey before bedtime easily outperformed a cough suppressant in a US study.“ Hier ist der ganze Beitrag.

Dieses Hinweis verdanken wir der Heilpraktikerin Renate Gottwald. Vielen Dank!

Und hier gibt’s den Buchweizenhonig. Bitte auf „Honigraritäten“ klicken.